Zink - ein lebensnotwendiges Spurenelement

Neben Eisen gehört Zink zu den wichtigsten Spurenelementen fĂŒr den menschlichen Organismus. Zink ist als Bestandteil von ĂŒber 200 Enzymen an zahlreichen Stoffwechseln im Körper beteiligt, die u. a. wichtig sind fĂŒr die Zellteilung, den Aufbau von Bindegewebe, die Wundheilung, das Immunsystem, das Wachstum von Kindern und jugendlichen und die Sexualentwicklung bei mĂ€nnlichen Jugendlichen. Die Zinkversorgung erfolgt normalerweise ĂŒber die tĂ€gliche Nahrungsaufnahme. ErnĂ€hrungsbedingt, z. b. durch rindfleischarme ErnĂ€hrung oder aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Bodennutzung, aber auch erbbedingt oder wegen individueller Faktoren wie Stress kann es zu einer Zink-Unterversorgung kommen. An Zinkmangel leiden hĂ€ufig besonders Vegetarier, die erst im Erwachsenenalter auf eine fleischlose ErnĂ€hrung umgestellt haben.

Folgen einer Zink-Unterversorgung
Ein Zinkmangel Ă€ußert sich zunĂ€chst durch VerĂ€nderungen an Haut und Haaren (z. B. Haarausfall) sowie an einer gestörten Wundheilung. Weitere Folgen sind Appetitlosigkeit, Geruchs- und Geschmacksverlust, und erhöhte InfektanfĂ€lligkeit. Infolge eines chronischen Zinkmangels kann es auch zu einer nachlassenden ZeugungsfĂ€higkeit kommen. Bei Kindern oder Jugendlichen kann ein Zinkmangel zu Wachstumsstörungen und einer verspĂ€tet einsetzenden sexuellen Entwicklung fĂŒhren.

Wie viel Zink braucht der Mensch?
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung schĂ€tzt fĂŒr Jugendliche und Erwachsene den tĂ€glichen Zinkbedarf auf 7 (fĂŒr Frauen) und 10 mg (fĂŒr MĂ€nner), Schwangere und stillende MĂŒtter sollten 10-11 mg Zink zu sich nehmen. Besonders viel Zink ist in tierischen Lebensmitteln enthalten, vor allem in Innereien. Bei den pflanzlichen Nahrungsprodukten sind vor allem Haferflocken, Hirse, Cornflakes, Weizenvollkornmehl,Weizenkeime, HĂŒlsenfrĂŒchte wie grĂŒne Erbsen, getrocknete Linsen und NĂŒsse gute Zinklieferanten.
Wenn Sie hĂ€ufig an schlechter Wundheilung, hĂ€ufiger InfektanfĂ€lligkeit oder starkem Haarausfall leiden, kann eine Zink-Vollblutuntersuchung bei Ihrem Arzt klĂ€ren, ob eine Zinkunterversorgung Ursache dieser Symptome ist und die Einnahme von ZinkprĂ€paraten bei Ihnen sinnvoll ist. Bei Selbstmedikation wird eine tĂ€gliche Dosis von höchstens 10 mg Zink tĂ€glich empfohlen. Vor allem bei einer lĂ€nger andauernden Überdosierung von ĂŒber 25 mg Zink tĂ€glich kanne es zu einer Interaktion mit Kupfer, Mangan, Kalzium und Eisen sowie zu einer gestörten Immunabwehr kommen. Daher sollten höherdosierte ZinkprĂ€parate nur unter Ă€rztlicher Aufsicht genommen werden.

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© Meyer-Wagenfeld